MATERIAL - Buchenholz                           zur Startseite
 

"Königin der Laubbäume" wird sie genannt und dies zu Recht. Mit rund 250 Verwendungs-Arten ist Buchenholz die vielseitigste Holzart.
Das harte, dichte Holz eignet sich besonders gut für stark beanspruchte Gegenstände.
Die Buche wächst zunächst sehr langsam im Schatten alter Bäume heran. Erst mit 100 bis 140 Jahren wird sie zum wertvollen Nutzholz.

   

 

   
Buche leichtgedämpft Buche stark
gedämpft 
Kernbuche Buche kirsch-
baum gebeizt
 


Das Wuchsgebiet der Buche erstreckt sich von Süd-, über Mittel- bis Osteuropa.
Diese Holzart ist sehr hart und fest, recht schwer und mit einer sehr feinen Maserung versehen.
Durch ‚Dämpfen' der frisch geschlagenen Stämme erhält das Buchenholz seinen warmen, leicht rotbraunen Farbton. Es neigt dadurch weniger zum Aufquellen und Verziehen und zeigt somit eine höhere Beständigkeit.

Buchenholz wird sowohl als Stammholz als auch als Schnittholz häufig gedämpft (siehe Abbildung) wodurch das hellfarbige, farbkernfreie Holz eine gleichmäßig rötliche bis rötlichbraune Farbe annimmt.

Es ist von hoher Härte, dabei zäh, aber wenig elastisch. Kennzeichnend für Buchenholz ist die hohe Abriebfestigkeit.

Zu den Haupteinsatzbereichen der Buche zählt die Möbelherstellung (z.B. Stühle, Schul- und Büromöbel aber auch Kinderspielzeug). Besonders berühmt sind die aus dampfgebogenen Buchenhölzern gefertigten Cafehaus-Stühle des Tischlermeisters Thonet geworden.

Brauchtum

Wegen ihrer weiten Verbreitung in Mitteleuropa und ihrer großen Bedeutung für den Menschen ist es nicht verwunderlich, dass allein in Deutschland rd. 1500 Ortschaften mit ihrem Namen auf die Buche zurückzuführen sind.

Die Buche steht in enger Beziehung zu unserer deutschen Muttersprache. Der "Buchstabe" war ursprünglich ein Buchenstab, auf den Runen eingeritzt waren, der geworfen und dann (auf)gelesen wurde.

Im keltischen Baumhoroskop, das 21 Bäume enthält, ist die Buche einer der vier Bäume, die bestimmten Lostagen (z.B. Tag- und Nachtgleiche) zugeordnet sind.

In der Naturheilkunde finden die Rinden von zwei- bis dreijährigen Buchenzweigen (geschält im Februar) und das Holz Verwendung. Ein Aufguss von Buchenrinde hat fiebersenkende, adstingierende und antiseptische Wirkung; er wird auch bei Erkrankung der Atemwege sowie bei Verletzungen und Infektionen der Mundschleimhaut verwendet. Verbrennendes Buchenholz hat durch das darin enthaltende Kerosot eine stark desinfizierende Wirkung.

Nach dem Volksglauben werden Buchen nur selten vom Blitz getroffen.

Beschriftete Buchenholztafeln, welche zusammengeheftet wurden, haben dem „Buch“ seinen Namen gegeben.